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Bad Zwestener Feuerwehr bei der „Sternübung“ in Jesberg

Mehr als 100 Feuerwehrfrauen und –männer der Feuerwehren im Kreisfeuerwehrverband Fritzlar-Homberg trafen sich am Samstag, den 29. September 2018 zur „Sternübung 2018“ in Jesberg.
Ein Team der Kreisausbilder hatte, gemeinsam mit der Feuerwehren der Gemeinde Jesberg, die „Sternübung“ organisiert.

Auch die Bad Zwestener Feuerwehr war mit einer Gruppe und ihrem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF 20) sowie Betreuern nach Jesberg angereist.

Jana Hommel, Bastian Herbig (verdeckt), Mischa Henning, Sven König, Marvin Nickel und Dominic Reiber. Nicht auf dem Bild: Elisha Lauer, Domenic Schleifer und Leon Breitenbach

Bei der „Sternübung“ wurden an 12 Stationen in Jesberg, Densberg und Reptich interessante und anspruchsvolle Ausbildungsinhalte angeboten.
Die dort abzuarbeitenden Einsatzszenarien stellten die Einsatzkräfte vor Herausforderungen die zum Teil im üblichen Übungsbetrieb nicht so umfangreich geübt werden können. Neben den Herausforderungen der Übungsszenarien waren auch die fremden Örtlichkeiten bei den Übungen sehr interessant. Ist man zu Hause mit der Bebauung und der Topografie vertraut, musste in Jesberg und seinen Ortsteilen Objekte angefahren werden, die den Einsatzkräften unbekannt waren.

Nach einer kurzen Begrüßung um 9:00 Uhr durch Bürgermeister Heiko Manz, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Fritzlar-Homberg und Kreisbrandmeister Björn Nöchel sowie Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Jesberg Mike Schulz ging anschließen die „Sternübung“ los.

Mit einem Vortrag über die „Gefahren von Kampfstoffen“ wurde eine Unterrichtseinheit im Rahmen der „Truppmann Teil 2-Ausbildung“ abgedeckt, die in den einzelnen Städten und Gemeinden sonst so nicht durchgeführt werden kann.
Gegen 10:00 Uhr wurden dann die Feuerwehren zu den unterschiedlichen Ausbildungsorten geschickt, um die verschiedenen Einsatzszenarien nacheinander abzuarbeiten.

Koordiniert und gesteuert wurden die „Einsätze“ durch den Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) des Schwalm-Eder-Kreises, der in Homberg (Efze) stationiert ist. In dieser mobilen Leitstelle sorgten die Funker und die Übungsleiter für einen reibungslosen Ablauf der „Sternübung“.

Nachdem die Feuerwehren jeweils drei Ausbildungseinheiten absolviert hatten, wurden sie gegen 12:00 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen zum Feuerwehrhaus in Jesberg gerufen.
Dort hatten die Kameraden der Feuerwehr Gudensberg für ein leckeres Mittagessen mit Nudeln und Hackfleischsoße gesorgt, das den Einsatzkräften sehr gut schmeckte.
So gestärkt ging es am Nachmittag weiter mit den anderen Einsatzszenarien.

Da die Ausbildungseinheiten zum Teil sehr umfangreich waren, war es zeitlich leider nicht möglich, dass jede Feuerwehr alle Stationen anfahren konnte.

Die Stationen im Einzelnen:

– Wiese am Feuerwehrhaus in Jesberg
Übung der Jugendfeuerwehr A-Teil, mit einer Wasserförderung aus einem offenen Gewässer, überwinden von Hindernissen und umspritzen von Fallklappen.

Die Gruppe ist zur Übung angetreten.
Aufbau der Saugleitung.
„Saugleitung zu Wasser“
Der Angriff musste über den Wassergraben, die Leiterwand, die Hürde und durch den Kriechtunnel durchgeführt werden.
Die dritte Fallklappe ist umgespritzt.

– Kellerwaldschule in Jesberg
Eine verletzte Person lag auf Baugerüst. Die Person musste mit einer Schleifkorbtrage und einer Leiterrutsche bzw. eines Leiterhebels vom Gerüst gerettet werden.

Die Mulitfunktionsleiter wird vom HLF 20 entnommen.
Die Mulitfunktionsleiter wird zur Einsatzstelle gebracht und weiteres benötigtes Gerät vom Fahrzeug entnommen.
Die Leiterrutsche ist aufgebaut.
Die Schleifkorbtrage mit dem Patienten wird auf die Leiterrutsche gelegt.
Die Schleifkorbtrage wird langsam und schonend für den Patienten abgelassen.
Die Schleifkorbtrag ist sicher unten angekommen.
Das Einsatzpersonal bringt den Patienten zum Rettungsdienst.

– Landwirtschaftlicher Betrieb in der Frankfurter Straße in Jesberg
Gefahrguteinsatz (GAMS). Ein Kleintransporter war verunglückt. Gefahrgut auf der Ladefläche war umgefallen und zum Teil ausgelaufen. Eine Person war vom Fahrzeug erfasst worden und lag unter dem Fahrzeug. Eine zweite Person war mit den unbekannten Gefahrstoffen in Berührung gekommen. Es war nach den GAMS-Regeln eine Menschenrettung und mit den vorhanden Mitteln eine Ersterkundung vorzunehmen. Diese Maßnahmen wurden unter Atemschutz vorgenommen.

Das Fahrzeug wurde am Rand des Gefahrenbereichs aufgestellt.
Die Lage bei Übungsbeginn.
Auf der Ladefläche des Klein-LKW sind zwei Gebinde mit unterschiedlichen Gefahrstoffen umgefallen und der Inhalt ist ausgetreten.
Gruppenführer und Melder befragen einen Passanten zur Lage während sich der Angriffstrupp ausrüstet.
Der Angriffstrupp geht zur Erkundung und zur Menschenrettung zur Einsatzstelle vor.
Der Angriffstrupp, unter Atemschutz, stellt anhand der Ladepapiere Einzelheiten zur Art der Gefahrtstoffe fest.

– Feldgemarkung oberhalb der Burg in Jesberg
Bei einem Unfall mit einem Bagger waren Betriebsstoffe ausgetreten sowie der Fahrer eingeklemmt. Weiterhin handelte es sich um einen Stromunfall.

– Landwirtschaftlicher Betrieb in der Siedlung oberhalb der Burg in Jesberg
Bei einem Unfall mit einer Rundballenpresse war eine Person darunter eingeklemmt und schwer verletzt worden.

– Dachdeckerbetrieb Anding in Jesberg
Bei Arbeiten auf dem Betriebshof war eine Person unter Baumstämmen eingeklemmt worden und musste mit hydraulischen und pneumatischen Rettungsgeräten befreit werden.

– Brandübungshaus der Feuerwehr Reptich
Es handelte sich um einen Zimmerbrand mit zwei Personen im Gebäude. Es musste eine Menschenrettung und eine Brandbekämpfung unter Atemschutz vorgenommen werden.

Am Brandübungshaus wurde die Gruppe über die Lage informiert.
Wasserentnahme aus einem Unterflurhydrant
Der Angriffstrupp geht zum Innenangriff und zur Menschenrettung vor.
Der Angriffstrupp ist im Gebäude und die Schlauchreserve wird nachgeführt.
Der Sicherungstrupp bereit die zweite Schlauchleitung für den Innenangriff vor.

– Ehemalige Bundeswehrliegenschaft in Jesberg
Nach einer Explosion in einem Maschinenraum, im Gebäude, wurden zwei Personen vermisst. Es wurde eine Personensuche durchgeführt. Eine Person die unter Schock stand, konnte herausgeführt werden. Die zweite Person war Bewusstlos und hatte eine Kopfwunde. Nach der Erstversorgung der Wunde wurde die Person aus dem Gebäude getragen.

– Bauhof der Gemeinde Jesberg
Eine Person war nach einem Absturz im steilen Gelände von nachrutschenden Geröllmassen verschüttet worden.
Die verschüttete Person musste aus dem Geröllhaufen gerettet und der Hang gegen weitere nachrutschendes Material und zur Eigensicherung abgestützt werden.
Die Übungsleitung hatte das Technische Hilfswerk (THW), Ortsgruppe Homberg, übernommen.

Die Geröllhalde ist abgesichert und die verschüttete Person wird gesucht.
Die Person wurde gefunden und wird in einer Schleifkorbtrage zur Übergabe an den Rettungsdienst gelagert.
Dien Mannschaft nach der gelungenen Personenrettung.
Bastian Herbig, Jana Hommel, Marvin Nickel, Sven König, Domenic Schleifer, Dominic Reiber, Mischa Henning, Elisha Lauer, Leon Breitenbach.

– Feuerwehrhaus Densberg
Ein PKW war in Brand geraten. Die Fahrerin hatte selbst Löschversuche unternommen und sich dabei schwer verletzt (Brandverletzung). Der PKW-Brand wurde unter Atemschutz abgelöscht und die verletzte Person muss bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erstversorgt und betreut werden.

An der Einsatzstelle wird das Fahrzeug zum Löschangriff vorbereit. Im Vordergrund der brennende PKW.
Der Angriffstrupp löscht den PKW.
Nach der Übung eine kurze Pause.
Sven König, Mischa Henning, Dominic Reiber, Domenic Schleifer, Jana Hommel, Elisha Lauer und Leon Breitenbach.
Nicht im Bild: Bastian Herbig und Marvin Nickel

– Bushaltestelle Densberg
Ein LKW war bei einem Alleinunfall gegen ein Gebäude gefahren. Dabei hat das Fahrzeug einen Passanten überrollt, der unter Fahrzeug eingeklemmt war. Der Fahrer hatte sich schwer verletzt und saß im Fahrerhaus. Weiterhin kam es zu einer Rauchentwicklung am Fahrzeug. Hierbei stand die Rettung und Betreuung der einklemmten Person sowie des verletzten Fahrers im Vordergrund. Weiterhin musste ein dreifacher Brandschutz aufgebaut werden.
Die Übungsleitung hatten Mitglieder des Malteser-Hilfsdienstes aus Gudensberg übernommen.

Bei uns fahren auch die Damen die Löschfahrzeuge.
Jana Hommel und ihr Truck.
Eine Person wurde vom LKW überrollt und befand sich noch unter dem Fahrzeug.
Die Person wurde Erstversorgt und betreut.
Der verletzte LKW-Fahrer wird aus dem Fahrerhaus gerettet.
Der Fahrer wurde aus dem Fahrerhaus gerettet und wird bis zur Übergabe an den Rettungsdienst betreut.

Um 17:00 Uhr wurden die „Sternübung 2018“ beendet und die Feuerwehrfrauen und –männer trafen sich zur Abschlussbesprechung wieder am Feuerwehrhaus in Jesberg.

Es war ein vielfältiger Übungstag bei dem viele interessante Szenarien geübt werden konnten. Die Einsatzkräfte waren sich einige, dass neue Eindrücke, Anregungen und Ideen mit nach Hause genommen werden können. Auch wurden Schwachpunkte aufgezeigt, die durch weitere Übungen in die Standortausbildung übernommen und abgestellt werden können.

Müde und Zufrieden traten die Feuerwehren um 17:30 Uhr wieder ihre Heimreise an, um dann zuhause wieder die Fahrzeuge und Geräte für die künftigen Einsätze bereit zu machen.

Zeitreise der Feuerwehrsenioren

Kürzlich waren die Senioren der Bad Zwestener Feuerwehren wieder unterwegs. Diesmal war das Ziel der Hessenpark und die Saalburg.

43 Personen stiegen am Donnerstag, den 12. Juli 2018 in den Bus der BKW Bad Wildungen.

Unser Fahrer Gerhard Pachonik holte die Teilnehmer ab 7.00 Uhr an den verschiedenen Abfahrtstellen in den Ortsteilen ab.

Die Reise führte uns über Marburg und Gießen durch die Wetterau bis wir bei Friedrichsdorf die Autobahn verließen und Richtung Taunus fuhren.

Unser erstes Ziel war der „Hessenpark“ bei Neu-Anspach.

Dort bauten wir zuerst unser rustikales Frühstücksbuffet auf, um uns zu stärken.

Dann ging es in das Freilichtmuseum „Hessenpark“, wo wir die vielen, aus allen hessischen Regionen stammenden und im Museum wieder aufgebauten, Häuser bestaunten.

In den liebevoll eingerichteten Gebäuden konnten verschiedene Geschäfte, wie ein Kolonialwarenhandel oder eine alte Apotheke bestaunt werden. Auch eine Schmiede, eine Wassermühle und zwei Windmühlen, das Lager eines Maurerbetriebs, Werkstätten von Korbmachern, Uhrenmachern, eine Druckerei, eine Bäckerei und vieles mehr lud zur Besichtigung ein.

Auch verschiedene Sonderausstellungen geben Einblicke in die vergangenen Zeiten.

Dass der Hessenpark nicht nur ein Museum zum Anschauen ist, merkt man daran, dass dort viele Tiere leben. Besonders der Wurf von 10 kleinen Ferkeln hatte es einigen Teilnehmern angetan. Auch wird anschaulich gezeigt wie der Acker- und Landbau in früheren Zeiten war. Viele alte Getreide-, Kraut- und Gemüsesorten kann man auf angelegten Feldern sehen.

Besonders gespannt war man auf die „Baugruppe Nordhessen“ in der auch Häuser aus der Region, wie z.B. die „Martinsklause“ aus Remsfeld oder die Kirche von Ederbringhausen zu sehen sind. Die „Martinsklause“ wird wieder als gastronomischer Betrieb geführt und lädt daher auch gleich zu einer kleinen Rast und zur Stärkung ein. Natürlich kann man sich auch die Fremdenzimmer ansehen, die mit einem Nachtopf und fließendem Wasser aus der Porzellankanne ausgestattet sind.

Andere zog es in der Mittagspause zum Markplatz wo man sich mit hessischen Spezialitäten auf dem Vorplatz des Gasthofs „Zum Adler“ stärkte.

Dass jedoch die Zeit auch im „Hessenpark“ nicht stillsteht, merkt man daran, dass überall gewerkelt wird. Es entstehen mehrere „neue alte Häuser“ die früher mal irgendwo im Hessenland gestanden haben. Viele weitere alte Gebäude sind noch eingelagert und warten auf ihren Wiederaufbau. An manchen Gebäuden nagt auch der Zahn der Zeit und es muss repariert und restauriert werden. So ist der der „Hessenpark“ immer wieder im Wandel begriffen und beim nächsten Besuch gibt es bestimmt wieder neues Altes zu entdecken.

Man war sich einig, dass man eigentlich viel mehr Zeit für den „Hessenpark“ braucht um alles zu sehen. Manche planten daher schon wieder ihren nächsten Besuch.

Danach trafen wir uns am Bus um den zweiten Teil der „Zeitreise“ zu beginnen. Wir fuhren zum geologischen Landschaftspark „Saalburg – dem Tor zur Antike“.

Im Römerkastell „Saalburg“ bestaunten wir neben den historisch wieder aufgebauten und rekonstruierten Gebäuden auch die zahlreichen Fundstücke aus der Römerzeit in den verschiedenen Ausstellungen. Viele rekonstruierte Gegenstände und Werkzeuge zeigen wie fortschrittlich die „alten Römer“ damals schon waren.

Neben den Befestigungs- und Verteidungsanlagen des Römerkastells konnten wir uns auch ein Bild vom der Größe des Limes, der Grenze des Römischen Reiches zu den Germanen, machen. Immer wieder wurde von den Teilnehmer betont und bestaunt, welche außergewöhnlichen Bauleistungen bereits vor über 2000 Jahren erbracht wurden.

Nachdem man viele Eindrücke gewonnen hatte, nutzte der eine oder andere die Zeit für ein kühles Getränk, ein Eis, Kaffee und Kuchen im Café „Taberna“.

Die Heimreise erfolgte wieder über Gießen bis nach Marburg.
Auf dem Messeplatz bauten wir noch einmal das Buffet auf und bei Brot, Brötchen, Wurst, Käse und leckeren Frikadellen wurde über den schönen Tag gesprochen.
Satt und zufrieden setzten wir die Heimreise fort und waren gegen 20.00 Uhr wieder zu Hause.

Mit Gerhard Pachonik hatte uns die BKW Bad Wildungen wieder einen sehr guten Fahrer zur Verfügung gestellt, der uns sicher durch das Hessenland chauffierte.

Rohbaubesprechung für das Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (HLF 20) bei der Albert Ziegler GmbH

Am Montag, den 19. Februar 2018 fuhren die Mitglieder des Arbeitskreises „Fahrzeugbeschaffung“ zur Albert Ziegler GmbH nach Giengen, um bei der Rohbaubesprechung die letzten Details am HLF 20 zu besprechen und Geräte für den Einbau bereit zu stellen.

Die detaillierten Vorplanungen für das Fahrzeug, entsprechend den Einsatzanforderungen in Bad Zwesten, begannen schon im Jahr 2016.

Nach dem der Förderbescheid des Landes Hessen vorlag, wurden die Ausschreibungen für das Fahrgestell und den Fahrzeugaufbau in der Hessischen Ausschreibungsdatenbank veröffentlicht.

Nachdem Eingang der verschiedenen Angebote der Anbieter wurden diese gesichtet und geprüft. Die Ergebnisse der Ausschreibungen wurden dem Gemeindevorstand zur Beschlussfassung vorgelegt.

Das Fahrgestell konnte im Februar 2017 bei der MAN AG in Auftrag gegeben werden. Den Auftrag für den Fahrzeugaufbau erhielt die Albert Ziegler GmbH.

Im April erfolgte die Bauvorbesprechung mit dem Ziegler-Gebietsleiter Jörg Winter

Im Juli 2017 wurden bei einem Besuch im Werk in Giengen die Eckpunkte für den Aufbau und die Ausstattungen mit den Herren Ostrowski, Tontch und Schwarze von der Firma Ziegler besprochen. In der Folge wurde detaillierte Pläne für den Aufbau erstellt, das Fahrzeugdesign abgestimmt sowie noch kleinere Planänderungen vorgenommen.

Die Auslieferung des Fahrgestells durch MAN AG, an die Albert Ziegler GmbH, erfolgte Anfang September.

Nun konnte die Firma Ziegler mit dem Fahrzeugaufbau beginnen. Anfang Februar wurde der Aufbau auf das Fahrgestell aufgesetzt und der Innenausbau begann.

Bei der Rohbaubesprechung wurden dann die vorliegenden genehmigten Aufbaupläne mit dem Original verglichen. Es stellte sich heraus, dass die Verantwortlichen von der Firma Ziegler und aus Bad Zwesten sehr gut vorgearbeitet hatten. Lediglich drei kleinere Änderungen mussten noch vorgenommen werden.

Es folgen nun noch die weiteren Ausbauarbeiten am Fahrzeugaufbau sowie an der Mannschaftskabine. Das Fahrzeug erhält noch seine Beklebung. Die Ziegler Qualitätssicherung wird das Fahrzeug noch einmal auf „Herz und Nieren“ prüfen. Das komplette Fahrzeug wird anschließend noch einmal durch den technischen Prüfdienst des Landes Hessen (Medical Airport Service) abgenommen. Anschließend erfolgt dann noch die TÜV-Abnahme, damit das Fahrzeug zugelassen werden kann.

Wie man diesen Ablauf entnehmen kann, erkennt man gut, dass ein Feuerwehrfahrzeug nicht „von der Stange“ gekauft werden kann. Zwischen dem Auftrag und der Auslieferung können, bei allen Anbietern, so schon einmal bis zu 16 Monate liegen.

Wenn der Terminplan eingehalten wird, kann das Fahrzeug voraussichtlich Mitte April bei der Albert Ziegler GmbH abgeholt werden.

Die offizielle Indienststellung erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden.

Kaffeenachmittag der Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen

Am Sonntag, den 12. November 2017 trafen sich die Feuerwehrsenioren im Dorfgemeinschaftshaus in Wenzigerode.
Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wenzigerode, als Ausrichter, hatten selbstgebackene, leckere Kuchen und Torten, Kaffee und kalte Getränke vorbereitet.
Der Seniorenbeauftragte Horst Schäfer begrüßte die zahlreichen Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen mit ihren Ehefrauen und Partnerinnen, Bürgermeister Michael Köhler, Gemeindebrandinspektor Björn Nöchel sowie den stellvertretenden Seniorenbeauftragten Bernd Jaklin und den ehemaligen Seniorenbeauftragten Jürgen Wiegand.
Er bedankte sich bei Wehrführer Bernhard Rose und dem Team der Feuerwehr Wenzigerode für die Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung.
In einem kurzen Rückblick berichtete er über personelle Veränderungen im Seniorenbereich, die Fahrt 2017 in den Vogelsberg mit Lauterbach, Hoherodskopf und Vogelpark Schotten im Juli sowie den Seniorennachmittag des Kreisfeuerwehrverbandes Fritzlar-Homberg in Borken-Gombeth.
In einer Vorschau teilte er mit, dass die Fahrt in 2018 in den „Hessenpark“ und zur „Saalburg“ führen wird. Die Fahrt wird am Donnerstag, den 12. Juli 2018 stattfinden. Ein Reisebus ist schon bei der BKW Bad Wildungen bestellt.
Bürgermeister Michael Köhler bedankte sich für die Einladung, der er sehr gern gefolgt sei. Er wies darauf hin, dass die Anwesenden die Träger des Brandschutzes in der Vergangenheit gewesen seien. Ohne sie und ihre Aufbauarbeit wäre der Brandschutz der Gemeinde Bad Zwesten in seiner heutigen Form nicht denkbar.
Ein wesentlicher Bestandteil sei das Zusammenwachsen der fünf Feuerwehren zur „Feuerwehr der Gemeinde Bad Zwesten“ gewesen.
Gemeindebrandinspektor Björn Nöchel ging in seinen Grußworten auf die künftigen Herausforderungen beim Brandschutz ein.

Im Anschluss wurde beim einem unterhaltsamen Nachmittag viele interessante Gespräche geführt und Erinnerungen ausgetauscht.

1.700 Stunden Eigenleistung und Gemeinde Bad Zwesten investiert über 160.000 Euro

Spinde auf dem Flur und in der Dusche, also quasi an jeder freien Stelle im Feuerwehrhaus Bad Zwesten, um die 50 aktiven Mitglieder der Einsatzabteilung unterzubringen.

Das war definitiv nicht mehr zeitgemäß.

Frauen und Männer teilten sich die alte Umkleide, an duschen nach dem Einsatz war nicht einmal zu denken, so Wehrführer Marc Bachmann bei seiner Ansprache zur Einweihung des neu gestalteten Umkleide- und Sanitärbereiches im Feuerwehrhaus Bad Zwesten.

Wehrführer Marc Bachmann

Nachdem der technische Prüfdienst die Situation in 2013 bemängelte, wurde im 2015 beschlossenen Bedarfs- und Entwicklungsplan eine Erweiterung und Umgestaltung der Umkleide geplant und im Jahr 2016 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Neu angebaut wurden eine Herrenumkleide für die Einsatzabteilung und die männliche Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie ein Duschraum.

Die bisherige Umkleide wurde zur Damenumkleide umgestaltet. Auch die weiblichen Mitglieder der Jugendfeuerwehr und die Kinder der „Minifeuerwehr“ erhielten hier ihre Spinde. Der bisher als Behelfsumkleide genutzte Duscheraum wurde wieder in einen Wasch- und Duschraum für die weiblichen Mitglieder der Einsatzabteilung umgebaut.

Die Mitglieder der Einsatzabteilung halfen beim Aus- und Umbau fleißig mit und konnten 1.700 Stunden an Eigenleistung, in fast allen Gewerken, vorweisen. Würde man nur den Mindestlohn zu Grunde legen käme ein Summe von weit über 15.000 € zusammen, die der Gemeinde an Kosten für den Umbau eingespart wurden.

Begeistert und erfreut zeigte sich Bürgermeister Michael Köhler über den großen Einsatz beim Umbau und die Anzahl der geleisteten Stunden. Er betonte, dass diese Eigenleistung ja zusätzlich zum normalen Einsatz- und Übungsdienst, also nochmal on Top geleistet wurde. „Ohne euren Einsatz stünden wir jetzt nicht in so neuen und schönen Räumen“, so Köhler.

Das Feuerwehrehrenamt ist nicht mit Geldaufzuwiegen, betonte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Manfred Paul.

Menschen, die sich unentgeltlich für die Sicherheit der Allgemeinheit einsetzten, müsse man gute Rahmenbedingungen schaffen, da waren sich alle Redner einig.

Weiter ging Pfarrer Peter Zschoche im vorangegangen Gottesdienst, er bezeichnete alle Rettungskräfte als den verlängerten Arm Gottes, die immer dann ausrücken, wenn jemand in Not ist.

Pfarrer Zschoche forderte auch alle Anwesenden auf, immer dann wenn irgendwo ein Martinshorn oder eine Sirene zu hören ist, kurz inne zu halten und ein kleines Gebet für die Person in Not und die Rettungskräfte zu sprechen.

Schlüsselübergabe in den neuen Umkleideräumen der Einsatzabteilung

von links: Gemeindebrandinspektor Björn Nöchel, stellv. Gemeindebrandinspektor Michael Brokmann, Vors. der Gemeindevertretung Manfred Paul, stellv. Wehrführer Christopher Losekamp, Wehrführer Marc Bachmann, Bürgermeister Michael Köhler und Pfarrer Peter Zschoche bei der symbolischen Schlüsselübergabe in der neuen Herrenumkleide.

Text und Fotos: Christian Rinnert

Feuerwehrerlebnistag lockte zahlreiche Besucher

Alle zwei Jahre am 3. Oktober präsentiert sich die Feuerwehr der Kurgemeinde der Öffentlichkeit beim Feuerwehrerlebnistag.

Das der Name Programm ist konnten die Besucher live miterleben und ausprobieren. Es wurde nicht nur Feuerwehrarbeit vorgeführt und Ausrüstung gezeigt.

Jeder, der wollte durfte selber Atemschutzgeräte auf dem Rücken tragen, mit Kettensägen arbeiten oder mit hydraulischem Rettungsgerät einem Auto zu Leibe rücken, alles natürlich unter fachkundiger Aufsicht von Feuerwehrleuten und in entsprechender Schutzkleidung. Alle Abteilungen der Brandschützer präsentierten sich, von den kleinsten der „Mini-Feuerwehr“ über die Jugendfeuerwehr bis hin zur Einsatzabteilung.

Brandcontainer im Einsatz

Der Angriffstrupp geht vor und löscht den Zimmerbrand

Beeindruckend für die Zuschauer waren die Vorführungen. Die Feuerwehr Bad Zwesten hatte sich den Brandcontainer der Feuerwehr Zimmersrode ausgeliehen und zeigte dem Publikum, wie schnell eine normale Zimmereinrichtung in Flammen steht und wie viel Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte vergeht. Ausführlich durch einen Moderator erläutert und erklärt.

Die Wohnung brennt und die Mannschaft bereitet den Löschangriff vor.
Brandbekämpfung bei Gasaustritt

Zusätzlich gab es Vorführungen an einer offenen Gasflamme und es wurde gezeigt, was passiert, wenn man brennendes Fett mit Wasser löscht.

So kann es aussehen, wenn man mit Wasser versucht eine brennende Friteuse zu löschen.

Hüpfburg

Für die kleinen Besucher war eine Hüpfburg und ein Bungeerun aufgebaut und natürlich durfte eine Station mit Wasserspritzen für Kinder nicht fehlen.

Domenic Reiber zeigt Kristin Lange den Umgang mit der Rettungsschere

Am Ende des Tages konnten die Brandschützer eine positive Bilanz ziehen, das Wetter spielte mit und viele Besucher konnten sich informieren. Einige traten sogar spontan als passives Mitglied der Feuerwehr bei.

1200 Jahre Bad Zwesten

Auch die Feuerwehr Bad Zwesten engagiert sich bei der Jubiläumsfeier!

Wir stellen von Freitag bis Sonntag eine Wachbereitschaft, damit aufgrund der örtlichen Umleitungen, die 10-minütige Hilfsfrist eingehalten werden kann.

Am Sonntag nehmen wir mit der Jugendfeuerwehr und der Minifeuerwehr, einem Traktor mit einem Tragkraftspritzenanhänger sowie einem Motivwagen am Festzug teil

Feuerwehrsenioren auf dem Vulkan

Auch in diesem Jahr waren die Senioren der Bad Zwestener Feuerwehren wieder unterwegs. Diesmal war der Vogelsberg unser Ziel.

35 Personen stiegen am Mittwoch, den 5. Juli 2017 in den Bus der BKW Bad Wildungen.

Unser Fahrer Jörg Wagner holte uns ab 7.00 Uhr an den verschiedenen Abfahrtstellen in den Ortsteilen ab.

Wir fuhren durch das Schwalmtal über Schwalmstadt, Alsfeld und Schwalmtal-Brauerschwend. Weiter ging es nach Lauterbach, wo wir erst einmal unser rustikales Frühstücksbuffet aufbauten.

Lauterbach

So gestärkt trafen wir uns dann mit unseren beiden Stadtführern Till Hartmann und Richard Möller. Sie führten uns durch die romantische Altstadt und brachten uns Lauterbach, mit vielem Wissenswerten, näher. So zeigten sie uns unter anderem auch das Schloß derer von Riedesel und die Stadtkirche.

Stadtrundgang 1

Stadtrundgang 2

Stadtrundgang 3

Auch der „Lauterbacher Strolch“ wurde besucht, von dem ein Denkmal im Flüsschen Lauter steht. Auf der Tafel zu seinen Füßen steht übrigens eine Tafel mit dem Text des bekannten Liedes „In Lauterbach hab ich mein Strumpf verlorn“.

Lauterbacher Strolch

Danach ging es dann hinauf auf den Vulkan. Über Dirlammen und Herbstein machten wir uns auf den Weg zum Hoherodskopf, mit 764 m ü. NN der zweithöchste Gipfel im Vogelsberg.

Der Vogelsberg ist mit 2500 km² das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. Er besteht aus vielen Einzelvulkanen, die sich überlagern. Wind und Wetter haben über viele Millionen Jahre die Vulkane abgetragen und diese einzigartige Landschaft entstehen lassen.

Sendeturm Hoherodskopf

Schon von Weitem grüßte uns der 144 m hohe Sendeturm.

Wir kehrten zum wohlverdienten Mittagessen in der „Hoherodskopfklause“ ein. Da wir das Essen schon vorbestellt hatten, wurde uns ganz zügig das leckere Mittagessen serviert.

Wer wollte hatte anschließend noch Zeit für einen kleinen Verdauungsspaziergang und wurde mit einem herrlichen Panorama belohnt. In der Ferne grüßten der Taunus und die Bankentürme von Frankfurt.

Panorama

Anschließend fuhren wir zum „Vogelpark“ nach Schotten. Dort erwarteten uns über 60 heimische aber exotische Vogelarten. Der Vogelpark hat auch ein Affen- und Reptilienhaus sowie eine große Australien-Anlage auf der sich Kängurus und Emus tummeln. Auch ein Streichelzoo mit Eseln, Ponys und Ziegen sowie ein Sinnespfad gehören zu Anlage. Die unbestrittenen Stars des Parks sind jedoch die putzigen Erdmännchen.

Nachdem man viele neue Eindrücke gewonnen hatte, nutzte der eine oder andere die Zeit für ein kühles Getränk, ein Eis oder Kaffee und Kuchen im Café.

Die Heimreise erfolgte über Mücke, Homberg (Ohm) und Amöneburg nach Kirchhain.

Am Bahnhof bauten wir noch einmal das Buffet auf und bei Brot, Brötchen, Wurst, Käse und leckeren Frikadellen wurde über den schönen Tag gesprochen.

Kirchhain 1

Kirchhain 2

Satt und zufrieden setzten wir die Heimreise fort und waren gegen 19.00 Uhr wieder zu Hause.

Mit Jörg Wagner hatte uns die BKW Bad Wildungen einen sehr guten Fahrer zur Verfügung gestellt, der uns sicher durch das Hessenland chauffierte.

Feuerwehrsenioren im Hochsauerland

Auch in diesem Jahr waren die Senioren der Bad Zwestener Feuerwehren wieder unterwegs. Diesmal war das Sauerland unser Ziel.
43 Personen stiegen am Mittwoch, den 6. Juli 2016 in den Bus der BKW Bad Wildungen. Unser Fahrer war diesmal Jörg Wagner, da unser Stammfahrer Gerhard Pachonik mit einer Reisegruppe auf Norderney war. Jörg holte uns gegen 7.00 Uhr an den verschiedenen Abfahrtstellen in den Ortsteilen ab.

Es ging bei Frankenberg in das Edertal, dem wir über Battenberg und Hatzfeld bis nach Bad Berleburg-Raumland folgten.

Frühstück 2

Vor dem Schieferschaubergwerk in Raumland bauten wir unser rustikales Frühstücksbuffet auf. Frisch gestärkt besichtigten wir dann das „Schieferschaubergwerk“.

Bergwerk 2

Wir hatten einen Extratermin außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart und die beiden Bergmänner erklären uns anschaulich den Schieferbergbau und die damit verbundene beschwerliche Arbeit. Wir erfuhren viel über diesen natürlichen Baustoff und die vielseitigen Vorzüge, wenn Schiefer auf Dächern oder Fassaden verbaut wird.

Bergwerk 4

Nachdem wir so viel Neues über den Schiefer erfahren hatten, fuhren wir weiter über Bad Berleburg, der Haupt- und Residenzstadt der Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Berleburg, mitten hinein in das Hochsauerland.
Auf kleinen und kurvenreichen Straßen ging es über Wingeshausen und Fleckenberg nach Schmallenberg. Hinter Wingeshausen hatten wir noch die Gelegenheit einen Blick auf das Wisentgehege zu werfen. Unterwegs begleiteten uns immer wieder schöne Ausblicke in das Sauerland.

Bei Oberkirchen legten wir im Hotel „Gut Vorwald“ unsere Mittagspause ein.

Gut Vorwald 4

Da wir das Essen schon vorbestellt hatten, wurde uns ganz zügig das leckere Mittagessen serviert. Einige hatten die leckeren Forellenvariationen aus den hauseigenen „Bellmecke-Teichen“ ausgewählt. Die Anderen hatten sich für die weiteren Gerichte aus der umfangreichen Speisekarte entschieden. Wer wollte hatte anschließend noch Zeit für einen kleinen Verdauungsspaziergang.

So gestärkt fuhren wir weiter durch das Hochsauerland, entlang dem „Kahlen Asten“ nach Winterberg. Dort war ausgiebig Zeit für einen Stadtbummel, dem Besuch des Kurparks oder zur Einkehr.

Die Heimreise erfolgte über Bruchhausen, die Bruchhäuser Steine und Willingen.
An der Talstation der Ettelsbergseilbahn in Willingen bauten wir noch einmal das Buffet auf und bei Brot, Brötchen, Wurst, Käse und leckeren Frikadellen wurde über den schönen Tag gesprochen.

Ettelsberg 2Ettelsberg 6

Satt und zufrieden setzten wir die Heimreise fort und waren gegen 20.00 Uhr wieder zu Hause.
Mit Jörg Wagner hatte uns die BKW Bad Wildungen, als Ersatz für Gerhard Pachonik, wieder einen sehr guten Fahrer zur Verfügung gestellt, der uns sicher durch Hessen, Nordrhein-Westfalen und das „Fürstentum Waldeck“ chauffierte.