Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Bad Zwesten 🚒

Von Freitag auf Samstag veranstalteten die Betreuer und Helfer wieder einen Berufsfeuerwehrtag für die Jugendfeuerwehr.

Die Jugendlichen konnten in 24 Stunden den Alltag eines Berufsfeuerwehr-Manns bzw. Fraus erleben.

Auf dem Dienstplan stand neben dem gemeinsamen Kochen, Unterricht zu den Themen Funk und der Erste-Hilfe, aber auch Dienstsport (Zirkeltraining) nach dem Aufstehen.

Was nicht auf dem offiziellen Dienstplan stand, waren die insgesamt 13 Einsatzlagen, welche von den Jugendlichen abgearbeitet werden mussten.

Wie im echten Leben auch, kamen die Einsätze zu den „ungünstigsten“ Uhrzeiten, wie zum Beispiel während des Frühstücks oder um 03:00 Uhr in der Nacht.

An dieser Stelle vielen Dank an alle, die zur Durchführung des Berufsfeuerwehrtages beigetragen haben.

1.700 Stunden Eigenleistung und Gemeinde Bad Zwesten investiert über 160.000 Euro

Spinde auf dem Flur und in der Dusche, also quasi an jeder freien Stelle im Feuerwehrhaus Bad Zwesten, um die 50 aktiven Mitglieder der Einsatzabteilung unterzubringen.

Das war definitiv nicht mehr zeitgemäß.

Frauen und Männer teilten sich die alte Umkleide, an duschen nach dem Einsatz war nicht einmal zu denken, so Wehrführer Marc Bachmann bei seiner Ansprache zur Einweihung des neu gestalteten Umkleide- und Sanitärbereiches im Feuerwehrhaus Bad Zwesten.

Wehrführer Marc Bachmann

Nachdem der technische Prüfdienst die Situation in 2013 bemängelte, wurde im 2015 beschlossenen Bedarfs- und Entwicklungsplan eine Erweiterung und Umgestaltung der Umkleide geplant und im Jahr 2016 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Neu angebaut wurden eine Herrenumkleide für die Einsatzabteilung und die männliche Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie ein Duschraum.

Die bisherige Umkleide wurde zur Damenumkleide umgestaltet. Auch die weiblichen Mitglieder der Jugendfeuerwehr und die Kinder der „Minifeuerwehr“ erhielten hier ihre Spinde. Der bisher als Behelfsumkleide genutzte Duscheraum wurde wieder in einen Wasch- und Duschraum für die weiblichen Mitglieder der Einsatzabteilung umgebaut.

Die Mitglieder der Einsatzabteilung halfen beim Aus- und Umbau fleißig mit und konnten 1.700 Stunden an Eigenleistung, in fast allen Gewerken, vorweisen. Würde man nur den Mindestlohn zu Grunde legen käme ein Summe von weit über 15.000 € zusammen, die der Gemeinde an Kosten für den Umbau eingespart wurden.

Begeistert und erfreut zeigte sich Bürgermeister Michael Köhler über den großen Einsatz beim Umbau und die Anzahl der geleisteten Stunden. Er betonte, dass diese Eigenleistung ja zusätzlich zum normalen Einsatz- und Übungsdienst, also nochmal on Top geleistet wurde. „Ohne euren Einsatz stünden wir jetzt nicht in so neuen und schönen Räumen“, so Köhler.

Das Feuerwehrehrenamt ist nicht mit Geldaufzuwiegen, betonte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Manfred Paul.

Menschen, die sich unentgeltlich für die Sicherheit der Allgemeinheit einsetzten, müsse man gute Rahmenbedingungen schaffen, da waren sich alle Redner einig.

Weiter ging Pfarrer Peter Zschoche im vorangegangen Gottesdienst, er bezeichnete alle Rettungskräfte als den verlängerten Arm Gottes, die immer dann ausrücken, wenn jemand in Not ist.

Pfarrer Zschoche forderte auch alle Anwesenden auf, immer dann wenn irgendwo ein Martinshorn oder eine Sirene zu hören ist, kurz inne zu halten und ein kleines Gebet für die Person in Not und die Rettungskräfte zu sprechen.

Schlüsselübergabe in den neuen Umkleideräumen der Einsatzabteilung

von links: Gemeindebrandinspektor Björn Nöchel, stellv. Gemeindebrandinspektor Michael Brokmann, Vors. der Gemeindevertretung Manfred Paul, stellv. Wehrführer Christopher Losekamp, Wehrführer Marc Bachmann, Bürgermeister Michael Köhler und Pfarrer Peter Zschoche bei der symbolischen Schlüsselübergabe in der neuen Herrenumkleide.

Text und Fotos: Christian Rinnert

Feuerwehrerlebnistag lockte zahlreiche Besucher

Alle zwei Jahre am 3. Oktober präsentiert sich die Feuerwehr der Kurgemeinde der Öffentlichkeit beim Feuerwehrerlebnistag.

Das der Name Programm ist konnten die Besucher live miterleben und ausprobieren. Es wurde nicht nur Feuerwehrarbeit vorgeführt und Ausrüstung gezeigt.

Jeder, der wollte durfte selber Atemschutzgeräte auf dem Rücken tragen, mit Kettensägen arbeiten oder mit hydraulischem Rettungsgerät einem Auto zu Leibe rücken, alles natürlich unter fachkundiger Aufsicht von Feuerwehrleuten und in entsprechender Schutzkleidung. Alle Abteilungen der Brandschützer präsentierten sich, von den kleinsten der „Mini-Feuerwehr“ über die Jugendfeuerwehr bis hin zur Einsatzabteilung.

Brandcontainer im Einsatz

Der Angriffstrupp geht vor und löscht den Zimmerbrand

Beeindruckend für die Zuschauer waren die Vorführungen. Die Feuerwehr Bad Zwesten hatte sich den Brandcontainer der Feuerwehr Zimmersrode ausgeliehen und zeigte dem Publikum, wie schnell eine normale Zimmereinrichtung in Flammen steht und wie viel Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte vergeht. Ausführlich durch einen Moderator erläutert und erklärt.

Die Wohnung brennt und die Mannschaft bereitet den Löschangriff vor.
Brandbekämpfung bei Gasaustritt

Zusätzlich gab es Vorführungen an einer offenen Gasflamme und es wurde gezeigt, was passiert, wenn man brennendes Fett mit Wasser löscht.

So kann es aussehen, wenn man mit Wasser versucht eine brennende Friteuse zu löschen.

Hüpfburg

Für die kleinen Besucher war eine Hüpfburg und ein Bungeerun aufgebaut und natürlich durfte eine Station mit Wasserspritzen für Kinder nicht fehlen.

Domenic Reiber zeigt Kristin Lange den Umgang mit der Rettungsschere

Am Ende des Tages konnten die Brandschützer eine positive Bilanz ziehen, das Wetter spielte mit und viele Besucher konnten sich informieren. Einige traten sogar spontan als passives Mitglied der Feuerwehr bei.